Bei Zugversuchen wird typischerweise die Verlängerung ΔL der ursprünglichen Messlänge L0 ermittelt. Daraus ergibt sich über die „Ingenieurdehnung“ ε_eng die wahre Dehnung ε_true wie folgt:
ε_eng = ΔL / L0 ε_true = ln(1 + ε_eng)
Unter der Annahme von Volumenkonstanz kann dann die wahre Spannung (σ_true = Kraft bezogen auf den aktuellen Probenquerschnitt) über die „Ingenieurspannung“ σ_eng errechnet werden:
σ_eng = F / A0 σ_true = σ_eng * (1 + ε_eng)
Dabei ist:
F die gemessene Kraft
A0 der Anfangsquerschnitt des Probenkörpers.
Der plastische Anteil der wahren Dehnung ergibt sich über:
ε_plast = ε_true - (σ_true / E)
Dabei ist:
E der elastische E-Modul (konstant)
Die so berechneten Kurven σ_true / ε_plast werden zur Beschreibung des Spannungs-Dehnungsverhalten für unterschiedliche Dehnraten in PAM-CRASH benötigt. — Juergen Rueckert 2006/12/19 10:21