In PAM-CRASH werden zur Berechnung der Kontaktsteifigkeit (Penatly - Formulierung) die beteiligten Knotenmassen herangezogen. Sind die beteiligten Kontakpartner physikalisch korrekt modelliert, gibt es im Normalfall keine Probleme. Oft kommt es jedoch vor, dass Rigidbodies als Master oder Slave in einer CNTAC - oder TIED - Verbindung beteiligt sind. Wenn nun die Elemente, deren Knoten den RBODY bilden, mit einem Nullmaterial abgebildet sind, muss darauf geachtet werden, dass die Dichte und die Schalendicke ausreichend und physikalisch sinnvoll gewählt wird.
MERKE: Die Kontaktsteifigkeit bzw. die Steifigkeit der Tiedverbindung hat mit dem Rigidbody nichts zu tun. Die Knotenmasse ist entscheidend!
Es wird nicht empfohlen die Steifigkeit über den Skalierungsfaktor SLFAC zu erhöhen. Dies kann zu Instabilitäten führen.
In einigen Fällen kann es sinnvoll sein eine nichtlineare Steifigkeit zu verwenden. Als Beispiel hierfür kann man sich einen sehr weichen Schaum (z.B. 20-30 g/l) vorstellen, der sehr hoch belastet wird und dadurch komplett zusammengedrückt wird. Um „negative Volume“ zu vermeiden kann es sinnvoll sein mit einem Kontakt Typ 10 („Internal Solid Contact“) und einer nichtlinearen Kontaktkraft zu arbeiten, da bei einem solchen Schaum, aufgrund der geringen Dichte, die Kontaktsteifigkeit unter Umständen nicht ausreicht, die normalen physikalischen Kräfte zu übertragen. Dabei kann FSVNL deutlich größer 1 sein; etwa 50 oder 100 kann sinnvoll sein. In einem solchen Fall unbedingt NODAL TIMESTEP aktivieren (NODAL YES in TCTRL / )!
Auf keinen Fall aber darf die nichtlineare Steifigkeit dazu verwendet werden eine zu geringe Knotenmasse auszugleichen. Das wird leider häufig falsch gemacht, besonders in Verbindung mit Rigid Bodies. Ein Rigid Body ist zwar in sich starr, aber für den Kontakt ist es eine ganz normale Oberfläche wie jede andere auch. Die Knotenmasse ist entscheidend (siehe oben).