Wie kann man im Vorfeld, z.B. bei der Modellerstellung, die Stabilität des Modells verbessern?
Die oberste Regel lautet:
Unbedingt nur physikalisch sinnvolle, dem Problem angepasste Werte verwenden!
Problematisch sind z.B. Trägheitsmomente bei RBODY Typ 3 und Punktmassen die stark (eine oder mehrere Zehnerpotenzen) von den physikalischen Gegebenheiten (Achtung Einheitensystem!) abweichen.
Zu hohe Dämpfung, besonders bei 1D-Elementen (Material-Karte), fuehren oft zum gegenteiligen Effekt und zum Absturz.
Hier einige weitere Kriterien:
Quad-Elemente mit zwei freien Kanten in Dreiecke splitten (tool: mimpro).
TIED-Verbindungen von Komponenten mit grossem Abstand vermeiden. TIED ist zum Modellieren von Klebeverbindungen gedacht, d.h. „flächige“ Verbindungen mit kleinem Abstand.
RBODY Typ 3: Der COG muss im allgemeinen Fall im physikalischen Schwerpunkt liegen, oder alle Freiheitsgrade müssen geführt sein. Trägheitswerte physikalisch sinnvoll wählen.
Intersections und Initial Penetrations (von Sonderfällen - wie z.B gefalteter Airbag - abgesehen) unbedingt vermeiden.
SHELLCHECK ist auch für Nullmaterialien wichtig, wenn der RBODY im Kontakt ist.
SLFAC bei CNTAC, besonders aber bei TIED, auf den Standardwert 0.1 setzen.
BAGIN: P-V-Damping möglichst nicht verwenden.
Steifigkeitsproportionale Dämpfung auf der Materialkarte verwenden (0.1 wird empfohlen).
RATEFILTER bei Verwendung von dehnratenabhängigen Materialien einschalten (ein Wert von 50 wird empfohlen).
Hourglasskontrolle (ISHG auf Materialkarte) Empfehlung: 1 für Shells, 2 für Solids.
Beachten Sie alle WARNING Meldungen im Outfile! Es könnte ein Hinweis auf ein Stabilitätsproblem sein.